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Hinter den Kulissen

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Backstage betrachtet: 32 Kollektionen waren in diesem Jahr beim Modepreis Hannover zu sehen


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Franziska Müller von der HsH und Georgina Jenkins von der Birmingham City University waren die großen Abräumer beim Modepreis Hannover 2017. Wir blicken hier mal mit einer umfassenden Backstage-Perspektive auf das Geschehen vor und hinter der Bühne im Design Center und auf die Kreationen der 32 Designer des Wettbewerbs. Neben der Goldenen Schere gab es Preise für das beste Männeroutfit, die am nachhaltigsten produzierte Kollektion sowie zwei Publikumspreise. Hinter den Kulissen war es dabei nicht weniger spannend als auf dem Laufsteg. 

Der Modepreis Hannover 2017 und damit die Goldene Schere ging an HsH-Absolventin Franziska Müller.Ihre dynamische Kollektion „Phoenix from the Ashes“ beeindruckte die Jury mit ausgefallenen Details, mit dem Gesamtkonzept und dessen multikultureller Ausrichtung. Ersan Yükyapan, Manager der Ernst-August-Galerie, überreichte der 26-Jährigen den Scheck in Höhe von 3.000 Euro, die Goldene Schere erhielt sie aus den Händen des Hochschul-Präsidenten Professor Josef von Helden.

Gewinnerin des Modepreises Hannover 2017: Franziska Müller (2.v.r.) mit zwei ihrer Models und Hochschulpräsident von Helden (links) und EAG-Manager Ersan Yükyapan.

Den in diesem Jahr zum ersten Mal verliehenen Preis für das beste nachhaltige Konzept, gestiftet von der Firma Maas Natur und dotiert mit 1.000 Euro, bekam Patrick Rizzo. Mit seiner Kollektion „A Colour“ erschuf der Designer kompostierbare Mode für eine offene Gesellschaft – ohne Vorurteile und Rassismus. Die Jury lobte die selbst gefärbten Stoffe, die exzellente Schnitttechnik und die sozialkritischen Aspekte in Rizzos Kollektion.

Den Preis für das beste Herrenoutfit in Höhe von 1.000 Euro, ausgelobt von Wormland Men’s Fashion, erhielt die Britin Georgina Jenkins. Die Absolventin der Birmingham City University überzeugte die Jury mit ihrer mutigen Stoffwahl, abgestimmten Farbwelt und einer mitreißenden Inszenierung.

Georgina Jenkins konnte nicht nur die Jury um Alex Krenn (Head of Design bei Vivienne Westwood), sondern auch das Publikum der ersten Show überzeugen. So gewann sie einen Gutschein über 500 Euro von Sante Naturkosmetik. Den zweiten Publikumspreis – einen Industrienäher und die passende Software – ging ebenfalls an Franziska Müller mit ihrer Gewinnerkollektion.

Der Modepreis Hannover soll laut der HsH die Entwicklung der niedersächsischen Metropole hin zu einem attraktiven Ziel für Fachpublikum und modebegeisterte Menschen betonen. Das ist auch in diesem Jahr in jedem Fall wieder gelungen.

Fotos: Jesse Wiebe, Arne Gutknecht
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STOFFSAMMLUNG III/2016: ONYGO, Luisa Verfürth, M3, Louisa Mazzuranas ONE, Fahmoda x Frankfurt Style Award, elegant&excellent, CBR, Smukkett, Danny Reinke, Paula Grafenhorst x PFW


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Die letzten Wochen und Monate des Jahres sind seitens der Modeschulen und Festivals etwas ruhiger an der Leine. Nichtsdestotrotz blicken wir mit der M3 und Luisa Verfürth nochmal auf die Runway-Shows auf der infa, eine Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit in der Fahmoda, den Frankfurt Style Award sowie das Opening von elegant&excellent in der Kröpcke-Passage, u.a. mit Ina Zarella, Mariella Ahrens, Fiona Erdmann, Anastasia Zampounidis, Vanessa Blumhagen und vielen Blogger-Kollegen aus der Stadt wie unserer Freundin Majoli.

Außerdem stellen wir in dieser Stoffsammlung (weiter unten) das sehenswerte Video von Jesse Wiebe für Smukkett vor und erinnern uns nochmal an die Buchvorstellung ONE von Louisa Mazzurana und Hans-Jürgen Oertelt in der Galerie Turm 3 sowie die Eröffnung von ONYGO – dem Girls-Konzept des Kölner Sneaker-Filialisten Snipes (u.a mit einem der coolsten Corporate Fashion Blogs des Landes).

Spannend war auch mitzubekommen, dass „unsere“ Paula im September mal so eben für Carven und Yohji Yamamoto auf der Paris Fashion Week gelaufen ist.

Dazu dürfen ein paar Business News natürlich nicht fehlen: die CBR mit ihren DOB-Marken Street One und Cecil hat nicht nur den langjährigen CEO Christoph Rosa verloren und den Posten interimsweise mit Michael Kamm neu besetzt. Der Isernhagener DOB-Filialist soll angeblich auch zum Verkauf stehen. Mit dem Start von Jesper Reismann als Cecil-Geschäftsführer am 1. Dezember ist das Führungsteam der CBR Fashion Group um Michael Kamm und Matthias Born (CFO) nun jedenfalls wieder komplett.

Ganz anders klingt da schon die Topnachricht aus der Hauptstadt: Fahmoda-Absolvent Danny Reinke wird erstmalig auf der MBFWB zeigen. Ebenso optimal für die Fahmoda lief der Frankfurt Style Award: Alexander Tverdovski wurde mit seinem mehr als imposanten Papierkleid „Outstanding Talent“, Mona Homm gewann den ersten Preis in der Kategorie „Orient vs. Occident“, Martha Hieronymi belegte außerdem den dritten Platz in der Kategorie „Bronx vs. Boulevard“.

 

Bilder: Theresa Oehm, Verena Staiger/hannoverfashionweeks.com, Christian Pries, Joppen/Frankfurt Style Award
Video: Jesse Wiebe/HAWK Hildesheim

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STOFFSAMMLUNG II/16 – Vom Freaky Fashion Festival bis zum Bloggermarkt feat. Aesop x PB 0110, Harald Glööckler x Channel21, Smukkett und Anna Bornhold beim Euro Fashion Award


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Während der Sommer an der Leine lange auf sich warten ließ, ist modetechnisch in den letzten Monaten wieder einiges passiert. Wir durften bei der Eröffnung des ersten Aesop Signature Stores in Hannover dabei sein und staunten über Harald Glööckler’s Comeback ins Teleshopping bei Channel21. Der Euro Fashion Award war aus hannoverscher Sicht ein voller Erfolg mit gleich zwei Auszeichnung für Absolventinnen der HsH und im Mai ging dann auch endlich die Premiere des ersten Freaky Fashion Festivals über die Bühne. Erstmalig fand im Roof Garden außerdem ein Bloggermarkt statt, wo unter anderem die Jungs von Smukkett ihre zweite Uhren-Kollektion präsentierten, die nur wenige Tage vorher im Pop-up Hafven-Café released worden war.

Anfang April feierte Star-Designer Harald Glööckler sein Teleshopping-Comeback und ging bei Channel 21 auf Sendung. Von 2004 an verkaufte Glööckler seine Kreationen bei HSE24 und wechselte 2011 zu QVC. Im Dezember 2015 dann gab er seinen Rücktritt vom Teleshopping bekannt. Um so überraschender war seine Rückkehr in Zusammenarbeit mit Deutschlands drittgrößtem Homeshopping-Kanal Channel 21 bei uns in der Stadt.

Nur wenige Tage später eröffnete die griechisch-australische Naturkosmetikmarke Aesop auf der Luisenstraße. Zum Start an der Leine hatte PB 0110 exklusive Sachées entworfen, die während der offiziellen Opening-Zeremonie präsentiert wurden. Wir waren mit Glasschuh, Shades of Ivory, Majoli, Holger von Related und natürlich PB 0110, die wunderbare Sachées für kleine Aesop-Proben exklusiv für das Opening kreiert hatten, mit dabei. Der deutschlandweit achte Aesop-Store ist in Zusammenarbeit mit den Münchner Architekten Einszu33 entstanden. Der Ladenbau ist von der Frankfurter Küche, einem Meilenstein deutscher Designgeschichte der 1920er Jahre, sowie von der vor Ort gegebenen Substanz inspiriert. Der Laden schließt baulich noch an das benachbarte Hotel Luisenhof an. Die Regale für die Aesop-Produkte erinnern in vielen Details an die Küchen des frühen 19. Jahrhunderts, während die große originale Holzfassade viel natürliches Licht hineinlässt, ergänzt durch einen Kronleuchter von Carlo Scarpa.

Mit BOOM Studio, Anna Bornhold und Katharina Buczek waren kurz darauf gleich drei urspüngliche Designer aus dem Umfeld der Hochschule Hannover für den ersten Euro Fashion Award nominiert. Im Jugendstil-Ambiente des Kaufhaus Görlitz präsentierten elf ausgewählte Nominées ihre Kollektionen. Überschattet wurde der EFA vom plötzlichen Tod des Creative Directors und Initiators Andrej Subarew – einem großen Unterstützer junger Modedesigner und ehemaligen Jurymitglied des Modepreises Hannover.

Während Katharina Buczek in Görlitz für ihre Kollektion „Bad News“ mit dem Blogger-Preis ausgezeichnet wurde, erhielt Anna Bornholds Kollektion „Kiss a frog, but only with brushed teeth“ den mit 20.000 Euro dotierten zweiten Preis. Bereits 2009 hatte die 33-jährige den ersten Modepreis Hannover gewonnen, bei dem sie in diesem Jahr mit in der Jury saß. 2015 schon gewann Bornhold außerdem den mit 15.000 Euro dotierte Chloé-Award in Hyères. Die aktuelle Kollektion der Designerin ist plakativ und dennoch tragbar. Von Rückbesinnung, Reflexion und Träumen geprägt, entstand eine positive Kollektion voller Freiraum – frei nach Anna Bornholds Lieblingsmotto von Heinz Erhard: „Auch mal zwei Schritte voraus und einen wieder zurück gehen.“

Auf Initiative des KreHtiv-Netzwerkes und organisiert von diversen Protagonisten der hiesigen Modeszene sowie mit Unterstützung der Modeschulen fand am 21. Mai erstmals das Freaky Fashion Festival statt. Im Musikzentrum präsentierten 32 Designer ihre Kreationen, darunter u.a. ACBY, Super Fashion Rainbow Camp, KINA*, die wunderbare Aleks Kurkowski, BALAGANS, Clara Siegnthlaer, Trailer Trash, Oxymoron, Hood Bags mit unserer Gothic Diamond, Der andere Junge und viele mehr. Flankiert wurde das legere Messeformat von Defilees mit Models, die ihr verwischtes Makeup noch lange nicht zu Freaks machte.

Die Crew von Trailer Trash TV hat vom gesamten freaky Festivaltag mal einige Eindrücke in bewegten Bildern festgehalten. Watch out!

Um ihre brandneue, zweite Uhrenkollektion zu feiern, luden die Jungs von Smukkett am 4. August ins Hafven Pop-Up Café am Schwarzen Bären. Neben guter Musik und kühlen Drinks gab es auch ein Gewinnspiel, bei dem zwei Uhren aus der neuen Linie verlost wurden. Die Zeitmesser des Uhrenlabels sind schlicht, elegant und bestehen gegen saisonale Trends. Zeitlose Designs in Kombination mit qualitativen Schweizer Präzisionsuhrwerken vereinen das Einfache mit dem Hochwertigen. Frei nach dem Motto „Schwarz ist das neue Schwarz“ entstand mit Smukkett ein Label, das mit zeitloser Eleganz besticht.

Bei strahlendem Sonnenschein fand am 7. August erstmalig der Bloggermarkt in Hannover in Kooperation mit „Scene Events“ statt. Im Groove Garden am Maschsee ergab sich die Möglichkeit, Modeschätze von Bloggern wie Miriam von GoldenCherry, Louisa Mazzurana, ByEvelina oder LillyCalling zu ergattern. Exklusive Womenswear aus feinster Seite kam von Kokkon, während man bei den Ladies von ZIMMERZEUG alles finden konnte, was das Interior-Herz begehrt. Auch Julia von Kleidsam hatte ihren Kleiderschrank ordentlich aussortiert und einige Schmuckstücke zum Verkauf bereit gestellt. Ebenfalls vertreten waren Modejournalistin und Stylistin Luisa Verfürth sowie Lea Christin von Glasschuh zusammen mit Juliane von Shades of Ivory. Und natürlich dokumentierten unsere Freundinnen von GGSisters das Ganze wieder gekonnt aus Streetstyle-Perspektive.

 

Fotos: Florian Müller, Peter Kirchhoff, Lukas von Loeper, Verena Staiger, SMUKKETT

Scene, Shows

Modepreis Hannover 2016 geht an Gesa Schröder und Yangchuan Weng – im Bereich Menswear und DOB räumen Thi Hien Nguyen und Anna Sophia Flemmer ab


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Der Modepreis Hannover schloss in diesem Jahr zeitlich so nahtlos an die Fashion Week Berlin an, dass wir kurz überlegen mussten, ob wir noch im Kronprinzenpalais Unter den Linden oder doch schon im Design  Center an der Expo Plaza saßen. In zwei Shows zeigten 34 HsH-Absolventen 30 Kollektionen. Von der nur eine Handvoll Looks umfassenden Capsule bis zur ausgedehnten DOB- oder Streetwear-Kollektion. 

Sogar eine Lingerie-Linie war nach dem Tight-Laced-Erfolg 2015 mit Marie Jirasek Paolesque wieder zu sehen. Dazu standen Themen wie Nachhaltigkeit, etwa mit der voll kompostierbaren Kollektion Giant silk moth looks into your soul von Lisa Germies und Gender-Neutralität mit der wunderbaren minimalistischen DOB-Kollektion mit HAKA-Teilen Decora von Sabrina-Yvonne Hustede auf dem Programm. Ebenso haben die Trailer-Trash-Mädels Julia Eifler, Nane Anna Bohn und Anna-Lena Schwirk ihre Abschlusskollektionen Denn es gibt keine Heimkehr, Girlhood – Between soft and rough there is unapologetic und Animal Harm gezeigt.

Der Modepreis Hannover 2016 ging am Ende an Gesa Schröder und Yangchuan Weng (beide 25). Ihre experimentelle und dynamische Kollektion „1/2“ beeindruckte die Jury mit ihren raffinierten Details, ausgefallenen Prints und einer „vollendeten Gesamtsilhouette“.

Rainer Wilke von Dr. Klein Baufinanzierung überreichte den Gewinnerinnen den Scheck in Höhe von 3.000 Euro, die Goldene Schere erhielten die beiden aus den Händen des HsH-Präsidenten Josef von Helden.

Der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehenen Preis für das beste DOB-Casual-Outfit, gestiftet von dem Cecil und dotiert mit 2.000 Euro, ging an die 26-jährige Anna Sophia Flemmer. Mit ihrer Kollektion „Same:Same“ erschuf die Designerin Mode für Sehende und Menschen mit Sehbehinderung – die Wendbarkeit und die Genderneutralität waren die Schlüsselbegriffe im Entstehungsprozess dieser Abschlussarbeit. Überreicht wurde der Preis von Katja Langhammer, Head of Design bei Cecil.

Den Preis für das beste Herrenoutfit in Höhe von 1.000 Euro, ausgelobt vom hannoverschen Herrenausstatter Lo&Go, erhielt die 29-jährige Thi Hien Nguyen. Sie überzeugte die Jury mit dem gesellschaftskritischen Aspekt ihrer Kollektion „Smombie“, in der sie sich mit der Abhängigkeit unserer Gesellschaft von Smartphones und mit den daraus resultierenden Folgen beschäftigte. Nebenbei sah das auch noch ziemlich angesagt aus und wir hätten gerne so einige Teile daraus in unserem Schrank – vor allem den weißen Mantel.

Den Publikumspreis der ersten Schau, eine Beautybox von Sante Naturkosmetik, gewann die Kollektion „Now – Wie lang ist die Zeit“ von Susanne Siebert (45). Den zweiten Publikumspreis – eine Nähmaschine und eine Overlock vom Nähmaschinencenter Hannover – bekam Barbara Daniel (28), für ihre Kollektion „Obviously Old“, die das Altern der Frauen in Materialien, Formen und Licht interpretierte.

Fotos: hannoverfashionweeks.com/Rüdiger Oberschür,  Patrick Slesiona/Hochschule Hannover

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Von PB 0110 über Fritzi aus Preußen bis zum Defilee von William Fan: Das war die Fashion Week Berlin aus hannoverscher Sicht


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Mal davon abgesehen, dass es uns diesen Sommer zeitlich fast schon so vorkam, als wäre der Modepreis Hannover gefühlter Bestandteil der Fashion Week Berlin, blicken wir hier nochmal aus der Leine-Perspektive zurück auf die Woche in der Hauptstadt: Modotex haben die Fashiontech im Kühlhaus gerockt, Fritzi aus Preußen auf der Panorama ihre neue Taschen-Linie House of Envy sowie Markenbotschafterin Anne Menden vorgestellt und PB 0110 sowie William Fan haben beim Berliner Mode Salon im Kronprinzenpalais ihre neuen Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2017 gezeigt. Gesichtet haben wir zwischen Gleisdreieck, Erika-Heß-Stadion, Kraftwerk und Messe Süd außerdem u.a. Mirela Stanoiu (Donna), Axel Bree und Ex-Wormland-Chef Oliver Beuthien (mittlerweile Engelhorn) sowie den Stand von Eve in Paradise

Auch Fahmoda-Studentin Julia Häußler ist in Berlin als Einkäuferin unterwegs gewesen, hat u.a. unsere Freundin Rike Henties auf der Seek getroffen und sich auf der Fashiontech am Mittwoch ein bisschen gewundert, dass die eingeladenen Unternehmen und Labels selbst auf dem Podium vor allem mit Selbstvermarktung beschäftigt sind. Aber das nicht zu unterschätzende Investment bei so einer Messewoche muss ja auch irgendwie wieder reinkommen. Auch Modotex haben nicht umsonst vier intergalaktische Hostessen in silbergrauen Anzügen an ihren Stand gestellt und Nicolas Kröger (Director of E-Commerce) völlig uneigennützig einen Vortrag über „Selling online: Your no-cost ticket around the world“ halten lassen.

Der Donnerstagabend stand dann ganz im Zeichen von William Fans Defilee im Kronprinzenpalais. Seine Kollektion für Spring/Summer 2017 erzählt die Geschichte der letzten Kollektion AW 2016/2017 geradezu linear weiter. War zuvor die Euphorie des Nachtlebens das zentrale Leitmotiv, dreht sich nun alles um den Tag nach der langen Disconacht. Vom Glamour zur Häuslichkeit: Das bedeut aber keineswegs, dass William den Flair von Couch-Couture versprühen will. Die Looks fokussieren Schlichtheit und Funktionalität. Passend dazu wird die Kollektion um eine Interior-Linie erweitert. Organisch geformte Möbel, die William in einer kleinen Manufaktur in Brandenburg hat fertigen lassen. So entsteht ein Wechselspiel unterschiedlicher Materialien. Stoffe und Materialien, die man vielmehr im Wohnraum erwartet, werden in Kleidung integriert. Das Gefühl einer Fusion soll entstehen. Die Idee dahinter ist laut William, das Häusliche in den Rhythmus des Alltags zu transportieren.

Wir hoffen derweil sehr, William, PB 0110, Fritzi aus Preußen und alle anderen im Januar wieder in Berlin zu treffen!

Fotos: Rüdiger Oberschür/hannoverfashionweeks.com, Der Berliner Mode Salon

 

 

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STOFFSAMMLUNG I/16: Bonnie Strange bei Reserved, Freaky Fashion Festival, Sennheiser x FREITAG, Wölfe Re//designed, BREEs Expansionspläne, SFRC auf der BAFW


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Neben den Werkschauen und Ausstellungen der Modeschulen war in den ersten drei Monaten des Jahres noch so einiges los in Sachen Modestadt an der Leine: Bonnie Strange hat zunächst einmal die zweite Reserved-Filiale in Hannover in eröffnet. Der 2.000 m² große Flagship Store ist im Neuen Erdmannhaus in der Packhofstraße untergebracht. Während dort noch gewerkelt wurde, hatte Sennheiser schon seine Design-Kooperation mit FREITAG zur Urbanite-Reihe lanciert und BREE seine Expansionspläne für die nahe Zukunft bekannt gegeben.

Bei BREE will man in den nächsten Jahren gezielt in neue Märkte vorstoßen und weitere Stores eröffnen. Erst kürzlich eröffnete das Taschen-Label aus Hannover einen neuen Store in Wiesbaden. Künftig seien mindestens drei bis vier neue Geschäfte pro Jahr geplant, um die eingeschlagene Retail-Expansion weiter fortzuführen, heißt es seitens des Unternehmens. Das neue Retail-Konzept soll auch international den Markenauftritt des Taschen-Labels prägen. Das Store-Design wurde dafür bereits umgekrempelt und mit einem Lounge-Charakter versehen. Neben den Stammmärkten DACH, Benelux und Japan will man unter anderem den skandinavischen Markt in Zukunft verstärkt anvisieren. Derzeit ist die Marke in über 20 Ländern mit insgesamt 500 Verkaufsstellen vertreten. In der Schweiz und Japan sind bereits eigene Tochtergesellschaften etabliert. Insgesamt beschäftigt BREE derzeit 200 Mitarbeiter, davon arbeiten 70 am Firmensitz in Isernhagen.

Vom Freaky Fashion Festival bis zur BAFW
Unberührt davon kommt das Freaky Fashion Festival, Hannovers erster Versuch eines stadtinternen Modemessen-Formats unter der Leitung des KreHtiv-Netzwerks, erstaunlich gut voran. Start ist am 21. Mai ab 10 Uhr im Musikzentrum Nordstadt. Bestätigte Labels und Designer sind neben Samuel Acebey, der die erste Kollektion seines frisch gegründeten Labels AC BY vorstellen wird, u.a. auch Oxymoron, SFRC, Kina*, Balagans, Distressed Dolls, Aleks Kurkowski und unsere Partner in Crime: Hood Bags. Das heißt, unsere Gothic Diamond wird auch beim Freaky Fashion Festival zu sehen sein. Bääämmmm!

Ihr Catwalk-Debut haben derweil Super Fashion Rainbow Camp im März souverän hinter sich gebracht. Und zwar auf der Berlin Alternative Fashionweek BAFW. Mit dieser hat  die Hauptstadt seit Oktober 2014 eine weitere Modewoche, die der Exil-Londoner Adam Rose mit seinem Team aus der Taufe gehoben hat. „Mode als Phänomen für jeden für alle“ hat Rose der Berliner Zeitung mal als Basiskonzept der BAFW genannt. Als ob Berlin in Sachen Mode international betrachtet nicht schon Underdog genug sei. Ob es bei der BAFW weiter geht geht, scheint derweil unklar. Die bisherige offizielle Website ist nicht mehr erreichbar.

SFRC waren jedenfalls in einer der RE:useit Shows der BAFW am Alten Postbahnhof zu sehen. Da also, wo während der offiziellen Modewoche die Eco-Fashion-Messen Greenshowroom und Ethical Fashion Show stattfinden. „Für uns war das die erste große Präsentation während eines solchen Events und natürlich eine große Ehre“, haben die Label-Gründerinnen Beatrix und Lisa hannoverfashionweeks.com erzählt.

„Spannend für uns war dabei vor allem der direkte Kontakt zu einem gemischten Publikum. Aber auch die Mischung aus nationalen und internationalen Designern unter den Teilnehmern.“ (u.a. Denim Project, Phine Raun und A.M. Victoria, Anm. d. Red.). Am Samstag nach der Show haben SFRC ihre  Sachen außerdem noch auf dem Designer-Markt der BAFW gezeigt. Wir zeigen hier auch nochmal das Defilee-Video von der RE:useit-Show im Alten Postbahnhof.

Unter dem Motto „Wölfe RE//designed“ hatte der VfL Wolfsburg bereits im vergangenen Jahr Modedesign-Studierende der Hochschule Hannover zu einem Upcycling-Projekte aufgefordert, dessen Ergebnisse Ende März in der Volkswagen Arena präsentiert wurden.

Als primäre Auflage sollten alle Entwürfe  die Zugehörigkeit zum Verein widerspiegeln. So waren Grün und Weiß sowie das Vereinslogo ein Muss in der Umsetzung. Entstanden sind aus alten Trainingsanzügen und Trikots Rucksäcke, Oberteile, Röcke und Taschen, die wohl manches Fan-Herz höher schlagen lassen dürften. Der Kreativpreis ging an Juliane Albert. Die Preise für Umsetzung an Meike Vössing, Salissa Pestka und Stefanie Fischbach.

Die Teilnehmer des Upcycling-Projektes: Modedesign-Studierende der Hochschule Hannover.

Fotos: BREE, VfL Wolfsburg, SFRC, Reserved, BAFW

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Luisa Verfürth bringt bei Channel21 die neue Accessoire Boutique zum Leuchten


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Welche Akzente setzen anthrazitfarbene Perlenketten, welche Länge ist zu welchem Outfit angemessen? Wie wird ein 20 cm breiter Gürtel zum I-Tüpfelchen femininer Looks und welche trapezförmige Handtasche passt perfekt zur individuellen Note? Um diese und viele Stilfragen mehr drehte sich die Premiere der Accessoire Boutique auf Channel21 in der vergangenen Woche, die unsere Freundin und Kollegin Luisa Verfürth als neuer Style Consultant des Senders wahrlich zum Leuchten gebracht hat – nicht nur der frisch gefärbten, knallroten Mähne wegen.

Mit Moderatorin Anna Heesch und Model Lara-Joy von MGM Models ging es in einem ziemlich stilvollen Shabby Chic-Studioambiente vorbei an Schmuck, Taschen und Gürteln – immer mit dem Fokus auf das besondere Kombinationspotential. Im März sollen weitere Folgen produziert werden – hat offensichtlich auch verkaufstechnisch ganz gut harmoniert.

Wir zeigen hier mit freundlicher Genehmigung von Channel21 nochmal den wunderbaren Trailer zur Accessoire Boutique.

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Rückblick auf Laveras zweiten Green Fashion Award mit spektakulären Bustiers, Denim-Upcycling und opulenten Mustern in Alpaka und Baumwolle


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Wir blicken noch einmal zurück auf den zweiten Green Fashion Award von Lavera, wo wir zusammen mit Fahmoda, Grazia und allen wunderbaren Kollegen im Rahmen der Fashion Week Herbst/Winter 16/17 in der Jury sitzen durften. Gewonnen hatte am Ende das österreichische Designer-Duo Paul Iby und Johanna Winkelhofer mit einer absolut kreativ in Szene gesetzten Upcycling-Kollektion. Aber auch die dritt platzierte Designerin Juliane Kaatzsch beeindruckte mit ihren Mosaik-gemusterten und gestreiften Leggings zu wunderschön gefärbten Oberteilen aus Alpaka und Baumwolle. Die zweitplatzierte Laura Struthoff bestach wiederum mit ihrer Upcycling-Kollektion aus wiederverwerteten Resten aus Raw- und Stonewashed-Denim und sandfarbenem Twill. 

vierfotografen_for_lavera Showfloor_Januar 2016_Paul Iby (4) vierfotografen_for_lavera Showfloor_Januar 2016_Paul Iby (11)Aus den drei Finalisten konnten Paul Iby mit Johanna Winklhofer am Ende die meisten Stimmen der siebenköpfigen Jury auf sich vereinen. Der österreichische Designer versucht sich zusammen mit seiner Textildesignerin Johanna Winklhofer an ungewöhnlichen Ideen und Formen von Kleidung und Schmuck, verarbeitet Plastikreste zu neuen Kleidern, spielt mit Konventionen und Ironie und irritiert, indem er Trägerinnen und Träger ansprechen will, die eher in Randgruppen als im Mainstream zu finden sein dürften.

Neben Modedesign studiert Paul Iby an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle an der Saale als Gaststudent Schmuckkunst. Seine Erfahrungen dort dürften auch für die opulenten Halsketten und Dosen-artigen Bustiers verantwortlich sein, die mit auf dem Lavera Showfloor zu sehen waren. „Für mich bedeutet Nachhaltigkeit, solche Dinge zu nutzen, die auf dem ersten Blick ihren Zenit überschritten haben und man diese nutzt, um Neues zu schaffen – Das können zum Beispiel Artefakte sein, die einen Hintergrund, eine Geschichte haben“, so Paul zu den Nachhaltigkeitsaspekten seiner Arbeit.

Johanna Winklhofer stellt mit ihrer feinsinnigen Arbeitsweise eher einen Gegenpol dazu dar und bringt so die gemeinsame Arbeit auf eine neue Ebene. Neben menschlichem Haar haben die beiden auch echte Pflanzen im Setzkasten verwendet, die an eine weiße Schleppe drapiert wurden.

„Das Spannende für mich als Modedesigner und Johanna als Textildesignerin ist, zu zeigen, dass diese ‚Abfälle‘ eine zweite Chance bekommen. Außerdem versuchen wir beim Zuschnitt der Kollektion so zu schneiden, dass es keinen Verschnitt gibt“, erklärt Paul.

Den beiden  Designern wird ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für die Erstellung und Produktion einer eigenen Kollektion zur Verfügung gestellt. Den zweiten Platz ist mit 5.000 Euro, der dritte mit 3.000 dotiert.

Paul Iby und Johanna Winklhofer neben Moderatorin Johanna Klum (links). Juliane Kaatzsch (ganz rechts) und Laura Struthoff an der Seite von Sängerin Yvonne Catterfeld und Lavera-Chefin Klara Ahlers.

Fotos: Alexander Koerner/Getty Images for Lavera Showfloor January 2016, vierfotografen/Julian Lilienthal

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HFW x MBFWB: Das war die Fashion Week H/W 16/17 aus Hannoveraner Sicht


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Die Berliner Fashion Week AW 16/17 ist zu Ende. Alle Labels und Designer aus Hannover haben wir natürlich getroffen, ihre Shows und Stände besucht und viele gute Gespräche geführt. Philipp Bree war mit PB0110 wie bereits im Sommer doppelt vertreten: auf der Seek und beim Vogue Salon im Kronprinzenpalais. Die ehemalige Fahmoda-Dozentin Silke Debler hat mit ihrem YDA-Ticket erneut die Premium gerockt, während Bea und Lisa vom Super Fashion Rainbow Camp im Rahmen des Lavera Showfloors Bloggern Einblicke in Upcycling und Möglichkeiten nachhaltiger Modeproduktion gegeben haben.

Model Louisa Mazzurana hat dazu den Showfloor sowie das Pop-up-Brunch der Grazia bei Grosz am Kurfürstendamm als Make-up-Artist mit ihrem Fachwissen zum Trendthema Contouring bereichert. Natürlich mit Produkten der Naturkosmetikmarke aus Wennigsen bei Hannover.

Lavera war dazu mit zielsicher platzierten Anzeigen sowie Plakaten und Displays an vielen Hotspots der Hauptstadt während der Fashion Week erneut unübersehbar. Wir hatten außerdem die Ehre, zum ersten Mal in der Jury vom Green Fashion Award sitzen zu dürfen. Deshalb konnten wir den Promialarm um Rumer Willis, Jorge Gonzalez, Nina Ruge und Yvonne Catterfeld auch aus nächster Nähe beobachten und waren hinterher sogar beim Essen im absolut angesagtesten Slow Food-Restaurant der Hauptstadt Katz Orange dabei. Der Nachhaltigkeits-Preis wurde bereits zum zweiten Mal vergeben und ging am Ende an das österreichische Designer-Duo Paul Iby und Johanna Winkelhofer ging.

Derweil war Konfektions-King William Fan während der Fashion Week mit einer Show und einem Stand gleich zweimal im Kronprinzenpalais zu sehen. Seine Show besprechen wir hier natürlich noch ausführlich. Ebenso die Blogger-Erfahrungen von SFRC beim Lavera Showfloor, die Kollektionen von Silke Debler und PB0110.

Beim im April erstmalig statt findenen Euro Fashion Award hat sich die Jury ebenfalls im Rahmen der Berlin Fashion Week getroffen. Im Finale sind zwei HsH-Absolventen: BOOM Studio und Anna Bornhold (gut halb Leine, halb Weser). Mehr dazu im Laufe der nächsten Wochen.

Gestartet war die Fashion Week für Hannover besonders glücklich mit der Vergabe des Volkswagen Fashion Design Awards zum 40-jährigen Jubiläum des Golf GTI.  30 Mode-Studenten der Fahmoda und 65 der Esmod Berlin haben dazu aus GTI-Materialien wie Leder, Alcantara, Gurtbändern, Karos und Wabentextilien entsprechende GTI- Kollektion entworfen.

Die Jury vergab den ersten Preis schließlich an Fahmoda-Studentin Anika Dierker. Die 29-Jährige bekommt einen sechsmonatigen Praktikums-Platz in der Design-Abteilung von Volkswagen. Einen Monat lang hat die Modestudentin an ihrer Kreation, bestehend aus vielen Sicherheitsgurten, gearbeitet. „Ich wollte beweisen, dass Anschnallen auch cool sein kann“, so Dierker. Auch sonst schnitt Hannovers Modeakademie sehr gut ab: den zweiten Platz belegte Fahmoda-Studentin Bettina Schmutz. Die Arbeiten werden auch bei den Fashion Finals am 27. Februar im Sprengel Museum zu sehen sein.

Fotos: Marcel Wogram, Louisa Mazzurana, hannoverfashionweeks.com

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„Darling, let’s be Adventurers“ – Franziska Füllgrafs Hommage an die Alpen und ein Label namens Oxymoron


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Franziska Füllgrafs Ready-to-wear-Kollektion „Darling, let’s be Adventurers” war eines der Highlights bei den Fashion Finals 2015. Seit Anfang des Jahres gehört die Kollektion von Franziskas frisch gegründetem Label Oxymoron nun zu einer von sieben Linien, die das Startup Bewusstsigner in seinen Online-Shop aufgenommen hat. Das Portal bietet Designern die Möglichkeit, ihre im Rahmen von Abschlussarbeiten entstandenen Kollektionen potenziellen Käufern vorzustellen und sie im Bestfall professionell produzieren und vermarkten zu lassen. Dabei will das Start-up eine ganzheitliche Infrastruktur zur Verfügung stellen, die bis zum Bedrucken der Hangtags reicht. Im Laufe des Februars wird  sich zeigen, ob genügend potentielle Käufer zusammenkommen, so dass sich die Produktion in entsprechend kleiner oder moderater Stückzahl lohnt. Auch im Falle von Oxymoron und „Darling, let’s be Adventurers“. Wir drücken kräftigst die Daumen und zeigen hier nochmal die ganze Bandbreite der Kollektion von den Skizzen bis zum Lookbook.  

Inspiriert von den Alpen und von der vom Aussterben bedrohten Wildkatze hat Franziska mit „Darling, let’s be adventurers“ tragbar sportliche und zugleich romantische Outfits in zarten Pastell- und Grautöne geschaffen. Das Außergewöhnliche sind nicht nur die individuellen Prints, die Motive von Bergkarten und Landschaften aufgreifen, sondern auch die raffinierten Schnitte. So zitiert Füllgraf das Auf und Ab der Bergketten etwa mit unterschiedlichen Lamellenformen und Cut-Outs in ihren Kreationen. „Mich fasziniert diese Willkür, dieses Auf und Ab“, so die 22-jährige Designerin. „Meine Kollektion richtet sich an abenteuerlustige Menschen, die ihre Kleidung nicht nur spüren, sondern auch erleben wollen.“ Back to basics, back to nature.

Mit diesem Ansatz begeisterte die Fahmoda-Absolventin Publikum wie Presse. Und die Jury des UVR Connected Fashion Awards, wo sie es 2015 bis ins Finale schaffte. Ihre  Hommage an die Alpen und die dort lebende Wildkatze, deren Eleganz und Geschmeidigkeit man auch in den einzelnen Looks nachfühlen können soll, hat auch uns ziemlich beeindruckt.

Oxymoron hat Fransziska ihr junges Label allerdings aus ganz anderen Gründen genannt. Oxymoron hieß auch ihre erste Kollektion an der Fahmoda. „Damals hab ich mich ursrprünglich von dem Film the ‚Shining‘ inspirieren lassen und von Krankheiten, wie Psychosen und Schizophrenie“, berichte die Designerin gegenüber hannoverfashionweeks.com. Außerdem passe der Titel zu all den Widersprüchlichkeiten und Verunsicherungen im Laufe des kreativen Prozesses bis zur Fertigstellung einer Kollektion oder nur eines einzelnen Teils, einer Skizze.

Fotos: Marian Lenhard, Victoria Storck, Tobias Brabanski, Natalia Löwen
Haare/Make-up: Polly Paulina
Illustrationen: Franziska Füllgraf