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Fashion Finals: Antonia Parr, Anastasiia Ustinov, Laura Siefgens und Karolin-Sophie Niedfeld gewinnen Awards der Hannover Fashion Show in der Galerie Herrenhausen


Die Herrenhäuser Gärten entwickeln sich immer mehr zur favorisierten Location für die großen Fashion Shows im Kalender der Landeshauptstadt. Ob Fashion&Dance-Festival oder M3-Werkschau in der Galerie mit ihrem barocken Festsaal oder nun die Fashion Finals 2017 der Fahmoda in der strahlend weißen Orangerie. In zwei ausverkauften Defilees zeigten die 20 Absolventen der renommierten Akademie ihre hochkarätigen Abschlusskollektionen. Außerdem waren Entwürfe der 3. und 5. Semester unter dem Motto „Blue Hour“ und „Future & Craft“ zu sehen. 

Das Spektrum war erneut so facettenreich, dass man Probleme hatte, alles Gesehene zu memorieren. Opulente Haute Couture von Laura Siefken mit dreidimensional wirkenden Prints und ausgestellten Röcken eröffnete in einem Slow-Motion-Walk die Show der Absolventen. Ökologisch durchdachte Prêt-à-porter, von Punk, Kunst und Dandytum inspirierte Unisex-Kollektionen wechselten mit gemischten Womens- und Menswear-Kollektionen sowie einigen avantgardistischen Arbeiten ab. Nur reine HAKA? Fehlanzeige. Aber das ist ein allgemeines Phänomen an Modeschulen.

Dafür waren die Konzepte von erfrischend unterschiedlichsten Bereichen inspiriert: Das norddeutsche Friesland tauchte gleich doppelt auf: einmal als Kontrastpunkt zu westafrikanischen Wurzeln in Esther Maryam Ehlers „Ethnic Synergy“ und einmal in Jasmin Wiechmanns „’n Koppke Tee“ im Sinne einer modischen Mediation durch Teekultur.

Höhepunkt der Show war die Kooperation mit dem Kammermusik-Ensemble der Musikhochschule Hannover, die u.a. Vivaldis „Concerto für 4 Violinen“ live auf den Catwalk intonierten. Durch die Show führten Radio-21-Moderator und Topmodel und Fashion-Bloggerin Louisa Mazzurana, die auch ihr mit dem Label Max Volmáry kreiertes Kleid auf dem Laufsteg vorstellte.

Die Awards der Fashion Finals gingen in diesem Jahr an Antonia Parr, die den 1. Preis für ihre, von der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist inspirierte, Kollektion „Worry-Free-Package“ erhielt. Den zweiten Platz belegte Anastasiia Ustinov für ihre, aus rein veganen und plastikfreien Stoffen hergestellte, Kollektion „Love Is Plantbased“. Der dritte Platz wurde von der Jury um VDMD-Präsident René Lang zweimal vergeben: einmal an Laura Siefgens Haute-Couture-Kollektion „Esagerare“ und an Karolin-Sophie Niedfelds „Utstüür“ – einer traditionell orientierten Arbeit aus handgesponnener Wolle, Goldschmiedekunst und Leinen.

 

Fotos: Jesse Wiebe

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