Scene

STOFFSAMMLUNG 09/15: Aleks Kurkowski x Related Store, Balagans, Greenpeace, JiLAJALE, Trailer Trash u.a.


Der Oktober wird Gold. Vor allem natürlich wegen unserer Fashion-Night mit der Queen of Blackwear, Aleks Kurkowski, und dem Related Store am 10. Oktober. Dann wären da aber auch noch diverse Events vorher und nachher: Trailer Trash laden bereits am 3. Oktober zur BBQ-Party im Podbi Park. Und der Sneakers Market am 11. Oktober zum Sneaker Day – wenn es via Facebook statt 3.900 derzeit insgesamt 6.000 Zusagen werden. Dann wird auch die Location bekannt gegeben. Warten wir mal ab. 

Bis dahin lohnt auch der Rückblick in den September: zwei spannende Eco-Fashion-Events gab es mit der zweiten Kleidertausch-Party von Greenpeace in Linden und der Vorführung von „The True Cost“ im Künstlerkino inklusive anschließender Diskussionsrunde. Außerdem haben Balagans ihre ersten Hangtags lanciert und werden mit ihrer Denim Couture nun unübersehbar bei Wormland auf der Fläche (im hiesigen und im Berliner Store) präsentiert.

JiLAJALE haben währenddessen, neben News zu ihrem bevorstehen Kollektions-Launch, beim ersten Treffen des Designerinnen-Clubs auch ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Ab Ende des goldenen Oktobers wollen die Fashion-Hero-Finalistinnen den Vorhang lüften. Derzeit werden alle ihrer ersten Kollektionsteile in Polen produziert und der Online-Shop wird intensiv umgebaut, wie die beiden Designerinnen gegenüber hannoverfashionweeks.com berichten.

Absolutes Highlight dieses Monats ist und bleibt aber natürlich unsere Fashion-Night am 10. Oktober in der List (nahe Wedekindplatz). Aleks Kurkowski wird dann ihre aktuelle Herbst/Winter-Kollektion „Romanticism & Reality“ präsentieren. Anne und Holger vom Related Store räumen dafür den gesamten Laden leer, so dass der Abend in jedem Fall ein unvergessliches Unikat werden dürfte.

Trailer Trash verraten für ihre BBQ-Party am 3. Oktober im Podbi Park immerhin schon soviel, dass es ihre „besten Streetwear-Filets in einer Sale-Aktion“ geben wird – und noch mehr aus der lokalen Kreativszene. Mit dabei sind KALA Grafik, NIOSM Braids, reallylovesvegan und einige mehr.

Einen Tag später gibt es nicht nur einen verkaufsoffenen Sonntag in der List, sondern auch in den Designer Outlets Wolfsburg, wo Cinque zum Kicker-Turnier einlädt. Die Designer Outlets nehmen in diesem Herbst außerdem  an der Glamour Shopping Week vom 2. bis zum 10. Oktober teil.

Wir blicken derweil mal auf die zweite Kleidertausch-Party von Greenpeace im Rahmen des Lindener PLATZprojektes am 17. September. Gekommen waren laut Greenpeace diesmal sogar mehr Tauschwütige als bei der Premiere 2014. Ob Pullover, Hosen, Kleider, Röcke, Schuhe oder Shirts – Die mitgebrachte Kleidung wurde an gespannten Seilen, auf Tischen aus Paletten und anderen improvisierten Auslagen geordnet und bedingungslos ausgetauscht. Neben mehr Leuten gab es diesmal auch mehr Platz zur Anprobe – in bewährten Umkleiden aus Greenpeace-Bannerstoff. Das Programm wurde ergänzt durch eine Diskussions-Ecke, wo Besucher sich mit Greenpeace und dem Dritte-Welt Forum über die Kleidungsproduktion austauschen konnten.

Währenddessen herrschte auch im Nähatelier-Container reger Andrang. Außerdem wurde ein Container zum Kino umfunktioniert, in dem kleine Spots von Greenpeace zum Thema giftfreie Mode liefen. Musiker, organisiert vom PLATZprojekt, rundeten das Ganze musikalisch ab. Alles in allem aus Sicht der Veranstalter ein Erfolg, der im nächsten Jahr laut Greenpeace in jedem Fall wiederholt werden soll.

Im Künstlerkino in der Sophienstraße wurde ein paar Tage später Andrew Morgans Dokumentation „The True Cost“ gezeigt. Der Film geht den teils schockierenden Bedingungen nach, unter denen in Bangladesch oder Indien für europäische Fast-Fashion-Ketten produziert wird.

Im Anschluss an die Filmvorführung diskutierte der Verband für Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) mit Harald Härke (Personal- und Organisationsdezernent Stadt Hannover), Christian Wimberger (Christliche Initiative Romero), Claudia Kudlinski (Üstra) und Thekla Ahrens (Modedesignerin und Dozentina an der Fahmoda) über verantwortlichen Einkauf und welchen Beitrag dieser zu besseren Arbeitsbedingungen in der Textil-Produktion leisten kann. Moderiert von Dr. Christine Schwarz von der Leibniz Universität, stand auch die Beschaffung von Arbeitskleidung im öffentlichen Sektor im VOrdergrund – auch die neuen Uniformen der Üstra-Mitarbeiter, die 2014 von Studierenden und Lehrenden der Fahmoda entwickelt worden war.

„Nicht nur private Konsumenten, sondern auch die öffentliche Hand kauft heute Textilien ein. Sie hat eine enorme Marktmacht – wenn sie Fairness- und Umweltkriterien im Beschaffungsprozess berücksichtigt, dann leistet sie damit einen wichtigen Beitrag für faire Arbeitsbedingungen und den Schutz der Umwelt weltweit“, sagte Christian Wimberger von der Christliche Initiative Romero (CIR). 

 „Ich habe die Üstra im Produktions- und Einkaufsprozess der neuen Dienstbekleidung beraten. Diese Art der Kooperation ist innovativ und ist auch gerade in Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien sinnvoll“, ergänzte Fahmoda-Dozentin Thekla Ahrens in der Diskussionsrunde.

Claudia Kudlinski fügte mit Blick auf die Fahmoda-Uniformen hinzu: „Mit der neuen Dienstbekleidung  zeigen wir, dass nachhaltige Beschaffung möglich ist – wir haben neben der Ästhetik auch Fairness-Kriterien berücksichtigt und die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen eingefordert. Besonders wichtig war es uns, schädliche Kinderarbeit im Produktionsprozess zu vermeiden und die Dienstbekleidung nicht in einem Kriegsgebiet herstellen zu lassen.“ Nach den Eingangsstatements folgte dann noch eine rege Diskussion mit dem Publikum. Christine Schwarz hatte zuvor das Fazit gezogen, dass der Film gezeigt habe, dass der Konsument große Macht habe und diese konsequent nutzen müsse – etwa durch gezielt nachhaltig orientiertes Einkaufsverhalten.

Fotos: Balagans, Greenpeace, The True Cost, Trailer Trash, Related Store/Aleks Kurkowski

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