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Modepreis 2015 geht an Seo Yeon Hur


Zwei Shows, 19 Kollektionen, 20 Designer, über 1.000 Zuschauer, 120 Outfits, ein spannendes Rahmenprogramm von Trailer Trash und der ziemlich spontan etablierte Sonderpreis für die einzige Lingerie-Kollektion des Abends. Das war der Modepreis  Hannover 2015. Gewonnen hat ihn am Ende die Südkoreanerin Seo Yeon Hur mit ihrer Kollektion „Min Cho“, einem wundervoll durchdeklinierten Traum in Weiß. Der Mantel der Kollektion machte bei der Show schon auf den ersten  Blick ziemlich einen auf Must-have. 

Die internationale Fachjury war dazu beeindruckt von der detailreichen, feinfühligen und schnitttechnisch besonders ausgereiften Arbeit und lobte die gelungene konzeptionelle Umsetzung, bei der die Gesamtsilhouette einfach stimme. Da können wir nur zustimmen. Marina Barth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover, überreichte der Gewinnerin den Scheck in Höhe von 5.000 Euro. Die Goldene Schere erhielt Seo Yeon Hur aus den Händen vom HsH-Präsidenten Prof. Dr. Josef von Helden.

Den Preis für das beste Herren-Outfit in Höhe von 2.000 Euro, ausgelobt von Wormland Men’s Fashion, erhielt Lisa Rammelkamp. Sie überzeugte die Jury mit dem nachhaltigen Designkonzept ihrer modernen Sportkollektion „Same Year Same Shit“.

Den Publikumspreis der ersten Schau, eine Beautybox von Sante Naturkosmetik. gewann die Kollektion „Seehnsucht, das Streben nach Meehr“ von Lisa Matischok und Kristina Stahmer. Den zweiten Publikumspreis, eine Nähmaschine und eine Overlock vom Nähmaschinen-Center Hannover, ging an Irina Voronov für ihre Gender-Grenzen lässig sprengende Kollektion „Es gibt keinen Unterschied“.

Völlig überraschend hatte die Jury in ihrer geheimen Sitzung dann beschlossen, die einzigen Lingerie-Outfits des Abends mit einem Sonderpreis zu versehen. Eine weitere Goldene Schere, die eigentlich schon für die Vergabe im kommenden Jahr vorgesehen war, ging an Sabrina Dortmunds „Die grauen Herren“.  Wie Jurymitglied Gerold Brenner gegenüber Hannover Fashion Weeks erklärte, hätte man die Lingerie-Kollektion schwer auf eine Ebene mit den anderen Arbeiten stellen können. Sie sei somit im Wettbewerb kaum vergleichbar gewesen, so der Trendanalyst und Designer. Sabrina Dortmund hätte mit ihren hochwertig verarbeiteten Wäsche-Outfits aber einfach  den richtigen Ton getroffen. Nicht zu schrill, weder zu bieder noch zu billig sei die Lingerie-Kollektion geworden, lobt Brenner. Außerdem hatte Sabrina Dortmund HFW-Redakteurin Zarah als Model mit am Start – da musste halt einfach auch ein Sonderpreis her.

Wir hatten zwar schon den richtigen Instinkt, „die grauen Herren“ im Rahmen der Bachelor-Ausstellung und in einem eigenen Porträt vorstellen zu dürfen. Für die Gewinner-Kollektionen von Seo Yeon Hur und Lisa Rammelkamp und die vielen anderen wird die Vorstellung in unserer Rubrik ‚Collections‘ jedoch erst in den nächsten Tagen und Wochen folgen. Ebenso ein Bericht über die Trailer-Trash-Ausstellung im Sydney Garden und den Ausflug ins „Männerland“. Man darf gespannt sein!

Fotos: HFW/Rüdiger Oberschür

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